Vergangene Veranstaltungen

Impressionen 2025

Das 2. Seminar widmete sich erneut dem alten und für das Erzgebirge typischen Handwerk der Schindelherstellung – diesmal in Kooperation mit dem Denkmalnetz Sachsen. Insgesamt 15 Teilnehmende – darunter Studierende, Auszubildende aus dem Handwerk und erfahrene Handwerkerinnen und Handwerker – lernten und arbeiteten gemeinsam an der Verkleidung eines Giebels mit Keil-Nut-Schindeln aus erzgebirgischem Fichtenholz. Dabei wurden alle Arbeitsgänge – vom Spalten über das Abziehen, das Einhobeln der Nut bis zum Verlegen – in der ursprünglichen Weise ohne Zuhilfenahme von Maschinen durchgeführt. So lernten die Teilnehmenden, was bei der Holzauswahl, der Verarbeitung und Verlegung zu beachten ist, um den Werkstoff zu verstehen und die Langlebigkeit und somit Nachhaltigkeit der Fassade zu erhöhen. Wenngleich Muskelkater sich bei dieser Arbeit nicht ganz vermeiden ließ, belohnte die Gruppe der Anblick einer von der Lebendigkeit des Handwerks und des Materials geprägten Fassade. Sie vermittelt nun das ursprüngliche Bild der Häuser der Erzgebirgsregion und ist in dieser Form dort derzeit einzigartig.

Impressionen 2024

Im Fokus des allerersten Seminars der Vereinsgeschichte stand die Herstellung von Keil-Nut-Schindeln. Es fand in Kooperation mit der Professur für Denkmalpflege und Entwerfen der Technischen Universität Dresden statt. Dabei durchliefen die Studierenden der TU Dresden und der Bauhaus-Universität Weimar sowie die Teilnehmenden aus dem Holzhandwerk alle Schritte des traditionellen Herstellungsprozesses: Vom Spalten der Stämme, über das Abrichten auf die richtige Dicke, das Nachbearbeiten und schließlich das Hinzufügen von Nut und Feder. Unter der fachmännischen Anleitung eines echten Seiffener Urgesteins, der die Kunst des Schindelmachens als einer der wenigen noch beherrscht, konnte ein großer Teil des nördlichen Giebels während des Seminars verschindelt werden.